Bürgerinitiative zur Rettung von Bäumen

Schreiben an Herrn Neusiedl, 19.03.2010

29. April 2010 Autor: admin | Kategorie(n): News

Grünwald rettet Bäume

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Neusiedl,

am heutigen Tag den 19.03.2010 übergeben die Vertreter der Bürgerinitiative “Grünwald rettet Bäume”, Frau Monika Beckmann, Frau Ingeborg Schulz und Herr Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Ihnen die 1.807 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern, die mit ihrer Unterschrift ihre Meinung zum Ausdruck gebracht und dies mit ihrer Unterschrift bestätigt haben.

Die Bürgerinitiative “Grünwald rettet Bäume” fordert von der Gemeinde Grünwald, dass alle möglichen Schritte unternommen werden, um weitere Baumfällaktionen des Bauträgers Wöhr am Grundstück des ehemaligen “Lindenwirts” zu verhindern.

Die Bürgerinitiative fordert weiter, dass es keine weitergehende Bebauung des ehemaligen “Lindenwirt” Grundstückes und des darauf befindlichen Gebäudes geben darf. Das heißt, keine Genehmigung für einen zusätzlichen weiteren Baukörper auf diesem Grundstück.

Wir weisen an dieser Stelle eindeutig drauf hin, dass die Unterschriften auf den Originalunterschriftenlisten von Mitbürgerinnen und Mitbürgern der Gemeinde Grünwald geleistet wurden, die wahlberechtigt sind. Dies soll gleichzeitig der Hinweis darauf sein, dass ein Bürgerbegehren folgen kann.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Neusiedl, sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte der Gemeinde Grünwald, wir gehen davon aus, dass Sie im Sinne der Bürgerinitiative “Grünwald rettet Bäume” handeln und die Ziele umsetzen.

Mit freundlichen Grüßen,

Monika Beckmann
Ingeborg Schulz
Dr. med. R. Schneiderhan

Schreiben an Frau Rumschöttel, 18.01.2010

19. Januar 2010 Autor: admin | Kategorie(n): News

Grünwald rettet Bäume
Weitere Fällung am Isarhochufer durch den Bauträger Wöhr
Unser Schreiben vom 30.11.2009

Sehr geehrte Frau Landrätin Rumschöttel,

in Ihrem Antwortschreiben auf unser o.g Schreiben haben Sie uns mitgeteilt, dass Sie uns bezüglich Ihrer Einschätzung der Rechtmäßigkeit der Baumfällaktionen des Bauträgers Dr. Wöhr informieren wollten.

Mittlerweile sind am 28.12.2009 erneut 3 Bäume auf dem Grundstück des ehemaligen “Lindenwirts” fernab von irgendwelchen Baufenstern durch den Bauträger gefällt worden.

Erst das Einschreiten der Polizei, welche durch einen Anwohner informiert worden ist, hat zu einem Verstummen der Motorsägen geführt. Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Tagen, jedoch spätestens bis zum 25.01.2010 von Ihnen Antwort bekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. R. Schneiderhan

Stille Nacht, heilige Nacht

12. Januar 2010 Autor: admin | Kategorie(n): News

Dr. Wöhr kennt keine Grenzen und lässt die Motorsägen am 28.12.2009 um 8.30 Uhr wieder aufheulen. Trotz bestätigtem Baumfällverbotes durch die Behörden will der skrupellose Bauträger die Ruhe der Weihnachtstage ausnutzen, um die letzten Bäume am Hochufer zu fällen. In der Annahme, dass Anwohner der Zeillerstraße verreist waren, hat der Bauträger erneut versucht, die behördlich untersagten Baumfällaktionen fortzusetzen. Ein durch das Motorengeräusch aufgeweckter Anwohner hat die Polizei informiert. Um 10 Uhr war die Polizei vor Ort. Die Fällaktionen wurden danach eingestellt. Es sind drei Bäume diesem neuerlichen Amoklauf des Bauträgers Dr. Wöhr zum Opfer gefallen.

Wichtige News:

In der zweiten Kalenderwoche wird die Bürgerinitiative die Unterschriften der Unterschriftenaktion „Grünwald rettet Bäume“ dem Bürgermeister der Gemeinde Grünwald übergeben.

Die komplette Chronologie der Ereignisse der letzten Tage

3. Dezember 2009 Autor: admin | Kategorie(n): News

Donnerstag der 26.11.2009:

  • ca. 8.30 Uhr: Beginn der Baumfällaktionen durch Herrn Wöhr
    Herr Wöhr fragt Passanten, ob diese ein Autogram wünschen

    Herr Wöhr fragt Passanten, ob diese ein Autogram wünschen

  • 9.45 Uhr: Anruf Frau A. Schneiderhan bei Frau Ertl, diese empfahl Kontaktaufnahme mit Herrn Alt vom Landratsamt.
  • 10.45 Uhr: Anruf, Dr. R. Schneiderhan bei der Polizei Grünwald, Herr Schmid teilt mit, dass die Fällarbeiten rechtens wären und die Polizei nichts unternehmen wird.
  • 11.10 Uhr: Anruf, Dr. R. S., Gemeinde Grünwald, Mitteilung, dass Herrn Bürgermeister Herr Neusiedl in Besprechungen ist und bis voraussichtlich 13.00 Uhr nicht bei der Gemeinde sein werde. Weitere Anrufe bei der Gemeinde um 14.10 Uhr, 15.00 Uhr, 16.22 Uhr, 17.15 Uhr: – ohne Erfolg
  • 11.15 Uhr: Anruf Dr. R. Schneiderhan, Landratsamt. Sekretariat Landrätin Rumschöttel, Frau Rumschöttel ist in Besprechungen. Weiterer Anruf 13.00 Uhr, 14.20 Uhr, 16.30 Uhr, 17.00 Uhr, 17.25 Uhr- nicht erreicht.
  • 13.00 Uhr: Anruf bei der Dezernatrasleiterin Frau Hörger. beim Landratsamt – Frau Hörger ist in einer Besprechung, werde aber zurückrufen. Anruf bei Frau Hörger in halbstündigen Abständen bis 17.00 Uhr- nicht erreicht. Auf die Dringlichkeit des Anrufes wurde in aller Deutlichkeit hingewiesen.
  • 14.05 Uhr bis 14.15 Uhr: Telefonat Frau A. Schneiderhan mit dem Landratsamt München, Naturschutz- Forst- u. Landwirtschaftsrecht. Sachgebietsleiter Herrn Alt: Herr Alt teilt mit, dass auf dem Grundstück des ehemaligen “Lindenwirt” durch den Bauträger Herrn Wöhr im “eigenen Ermessen” bezogen auf sein “Baufenster” Fällmaßnahmen durchgeführt werden dürfen. Auf die Frage, ob das Landratsamt weiß, mit wem sie es hier zu tun haben und ob es nicht erforderlich ist, vor Ort sich von dem tatsächlichen Ausmaß der Fällarbeiten zu überzeugen wird folgendes mitgeteilt: Das Landratsamt sieht keinen Grund, selbst vor Ort eine Begehung oder Durchsicht der Bäume zu unternehmen. Diese Auffassung des Landratsamtes wurde auch an die Gemeinderätin. Frau ReinhartMaier weitergegeben. Auch sie wurde über diese begrenzte Erlaubnis vom Landratsamt in gleicher Weise informiert. Das heißt, Fällarbeiten dürfen um das Gebäude “Lindenwirt” zum angeblichen Gebäudeerhalt durchgeführt werden.
  • Zu den bereits 40 gefällten Bäumen am 19.04.2009 werden am Donnerstag den 26.11.2009 zahlreiche weitere Bäume um das Gebäude des ehemaligen “Lindenwirts” sowie in Richtung Nordhang abgeholzt.

Donnerstag Nachmittag:

  • Von der Gemeinde wird eine einstweilige Verfügung zur Unterlassung der Fällarbeiten verschickt. Diese erreicht auch die Polizei in Grünwald. Am späten Nachmittag gibt es eine Visite von der Polizei am Isarhang. Die Fällarbeiten werden eingestellt. Nachdem das Polizeiauto weggefahren war, wurden die Fällarbeiten fortgesetzt.

Freitag. 27.11.2009:

Der Bauunternehmer verlässt das Grundstück nach vollbrachter Tat

Der Bauunternehmer verlässt das Grundstück nach vollbrachter Tat

  • 8.15 Uhr: Fortsetzung der Fällarbeiten. Herr Wöhr schreitet die Zeilerstraße auf und ab um die Fällarbeiten zu verfolgen und den Passanten mitzuteilen, dass alles rechtens ist. Ein Passant wird gefragt, ob er von ihm ein Autogramm wünsche.
  • 9.20 Uhr bis 9.35 Uhr: Telefonat Frau A. Schneiderhan mit Herrn Rothörl, Gemeinde Grünwald, Herr Rothörl teilt mit, dass die Fällarbeiten auf dem Grundstück “Alter Lindenwirt” nach eigenem Ermessen von Herrn Wöhr, bezogen auf sein Baufenster durchgeführt werden dürfen. Er teilt ebenso mit, dass es keine Möglichkeiten geben würde, dagegen vorzugehen.

Anmerkung:
Die einstweilige Verfügung zur Unterlassung der Baum-Fällarbeiten wurde am Tag
zuvor von der Gemeinde u.a. an die Polizei weitergeleitet. Herr Rothörl wusste von dieser einstweiligen Verfügung am Donnerstag und sicher auch am Freitagvormittag. Er hat diese wichtige Information jedoch bei dem Telefonat nicht erwähnt.
Wir sind jedoch davon ausgegangen, dass es tatsächlich keine Möglichkeiten gab, den Fällarbeiten entgegen zu treten. Wir hatten uns auf die Angaben von Herrn Rothörl am Freitag früh verlassen. Von der einstweiligen Verfügung der Gemeinde Grünwald wussten wir zu diesem Zeitpunkt nichts und sollten dies offensichtlich von Herrn Rothörl auch nicht erfahren. Somit war für die Anwohner der Zeilerstrasse am Freitagvormittag der Kenntnisstand, dass das Landratsamt Herrn Wöhr erlaubt hatte, in seinem “Baufenster” Baum-Fällarbeiten fortzuführen und das die Polizei nicht einschreiten würde. Dies sollte sich fatal auswirken. Selbstverständlich sind die Motorsägen den ganzen Freitag durchgelaufen und es wurden zunehmend Bäume in Richtung Nordhang weiter gefällt.

Zwischenzeitlich konnte man im Münchner Merkur vom Freitag, 27.11.2009 folgendes lesen: “Am Nachmittag (gemeint ist Donnerstagnachmittag) schließlich tauchte die Polizei auf, mit einer einstweiligen Einstellungsverfügung. Die Gemeinde hatte gehandelt und eine Anordnung nach dem Landes-Strafgesetz getroffen. Jetzt sind wieder die untere Naturschutzbehörde und das Landratsamt betroffen”.
Durfte der Münchner Merkur mehr an die Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Grünwald als Herr Rothörl von der Gemeinde weitergeben?
Das fortgesetzte “Baumgemetzel” führte zu erheblichen Emotionen bei den Anwohnern, so dass am Spätnachmittag des Freitag, 27.11.2009 nochmals der Versuch gestartet wurde, bei der Polizei Einhalt zu gebieten. Frau Reinhart-Maier und Frau A. Schneiderhan gingen zur Grünwalder Polizei. Sie versuchten von 19.30 Uhr bis 20.15 Uhr bei dem Beamten Herrn Klewitz eine Anzeige gegen den Bauträger aufzugeben.

Herr Wöhr hat extra einen Zaun errichten lassen - damit die Anwohner nicht sehen, was hier passiert.

Herr Wöhr hat extra einen Zaun errichten lassen - damit die Anwohner nicht sehen, was hier passiert.

Dies wurde jedoch von Seiten der Polizei abgelehnt. Angeblich wäre die einstweilige Verfügung unwirksam. Diese würde der Form nicht genügen. Im Übrigen wäre Herr Wöhr außerordentlich intelligent. Möglicherweise treten bei Ihnen jetzt die gleichen Fragen auf, die unsschlaflose Nächte bereiten.

  1. Warum gibt die Gemeinde Grünwald mit ihren rechtlichen Möglichkeiten eine möglicherweise unzureichende einstweilige Verfügung am Donnerstag den 26.11.2009 an die Polizei Grünwald weiter, die offensichtlich am Donnerstag noch dazu geführt hat, dass die Polizei am Spätnachmittag die Fällarbeiten einstellen konnte, wenn auch nur vorübergehend bis zum Wegfahren des Polizeiautos?
  2. Warum wird diese einstweilige Verfügung und die daraus resultierenden Möglichkeit, die Fällarbeiten einzustellen von Herrn Rothörl am Freitagvormittag bei dem Telefongespräch mit Frau A. Schneiderhan nicht erwähnt?
  3. Warum unternimmt die Gemeinde nicht von ihrer Seite aus mit den Möglichkeiten, die sie offensichtlich hatte, Schritte gegen das weitere Baumfällen?
  4. Wie kam es zu der “Um-Interpretation” der einstweiligen Verfügung durch die Polizei? Am Donnerstag den 26.11.2009 fühlten sie sich den Baum·Fällarbeiten noch verpflichtet, am Freitagabend jedoch wird mitgeteilt, dass Herr Wöhr mit seinen Fällmaßnahmen im Recht ist.
  5. Hat die Gemeinde tatsächlich sämtliche hier zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Unterbindung der Fällaktionen genutzt?
  6. Müssen wir Mitbürger davon ausgehen, dass wir möglicherweise nur beschwichtigt werden sollten? Wie subtll von Seiten des Bauträgers vorgegangen wird, zeigt noch nachfolgende Tatsache, dass nach Abschluss der Fällaktionen am Freitag in letzter Minute noch 9 Bäume mit den Motorsägen so angeschlitzt worden sind, dass sie definitiv nicht überlebensfähig sein werden bzw. dass bei einem nächsten starken Wind diese Bäume in die Straße stürzen und so möglicherweise auch Passanten verletzen können.

Dies war der taktische Schachzug eines Bauträgers, der damit erreichen wird, dass die letzten Bäume noch gefällt werden und dass möglicherweise noch von der Feuerwehr, damit diese Kosten dann auch noch wir Steuerzahler übernehmen müssen.

Mit freundlichen Grüßen, bin ich Ihr

Dr. med. R. Schneiderhan

Brief an die Aktiven der Bürgerinitiative

Autor: admin | Kategorie(n): News

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

zunächst darf ich mich auch im Namen der Mitinitiatorinnen der Bürgerinitiative “Grünwald rettet Bäume”, Frau Ingeborg Schulz und Frau Monika Beckmann herzlich für Ihre Unterstützung unserer Unterschriftenaktion und der Bürgerinitiative bedanken.
Der Aktionstag am 21.06.2009, die Unterschriftenliste im “Alten Wirt” und die unermüdliche Aktivität von Frau Ingeborg Schulz in der Zeillerstraße mit Ihrem Informationsstand brachten uns bis heute über 1000 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern aus Grünwald sowie zusätzlich zahlreiche Unterschriften von Bürgern der Umgebung und Bestätigung für unsere Initiative.

Dies ist äußerst positiv, weil wir damit Interessen der Bürgerinnen und Bürger mit oder gegen die Gemeinde, bzw. Landratsamt wirkungsvoll aufzeigen können. Die Ereignisse der letzen Tage sind nicht nur für uns Anwohner der Zeiierstraße sondern auch für viele Grünwalder, Tage der Fassungslosigkeit und Bestürzung. Zu den einzelnen Vorgängen darf ich auf die Chronologie als Anlage dieses Anschreibens hinweisen. Des Weiteren darf ich auch die Informationen im Internet sowie die Presseinformationen im Internet unter “Grünwald rettet Bäume.de” verweisen. Den gesamten Schriftverkehr an den Bürgermeister Neusiedl und Frau Landrätin Rumschöttel sowie Herrn Alt vom Landratsamt vom 27.11.2009 und 30.11.2009 können Sie im Internet unter unserer
Adresse “Grünwald rettet Bäume.de” nachlesen.

Trotz der von Herrn Wöhr geschaffenen Tatsachen und der verheerenden Abrodung am
Isarhang, sehen wir uns bestärkt, die Aktivitäten gegen die ausgedehnte Bebauung und ggf. weitere Fällaktionen durch Herrn Wöhr, wie auch bereits bei unserer ersten
Unterschriftenaktion beinhaltet fortzusetzen.

Ebenso muss eine weitere Abrodung mit äußerstem Nachdruck und unter Einsatz jeglicher Rechtsmittel verhindert werden. Wir haben diesbezüglich unseren spezialisierten Anwalt aufgefordert, entsprechende rechtliche Schritte umgehend einzuleiten. Wir werden Sie kurzfristig über den weiteren Verlauf informieren.

Mit freundlichen Grüßen Ihr

Dr. med. R. Schneiderhan

Neuer Brief an Bürgermeister Neusiedel

Autor: admin | Kategorie(n): News

Sehr geehrter Herr Neusiedl,

über unsere Sicht der Vorgänge in der Zeillerstrasse darf ich mit unserem Anschreiben an die Aktiven der Bürgerinitiative “Grünwald rettet Bäume” verweisen.Sie dürfen davon ausgehen, dass die gesamten Abläufe der vergangenen Tage zu erheblichen Irritationen bei der Bevölkerung geführt haben. Wir sehen uns gelinde gesagt von der Gemeinde im Stich gelassen. Hierfür werden Sie sicherlich Verständnis haben. Unser Rechtsbeistand wird sich der Sache umgehend annehmen.

Vorab würde ich Sie bitten, uns nachfolgende Fragen zu beantworten:

  1. Warum ging die Einstellungsverfügung gegen die Baumfällung erst am Donnerstagnachmittag an die Polizei in Grünwald? Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Herr Wöhr bereits sein Tagewerk vollbracht (nach Abfahrt der Polizei wurde weiter gefällt).
  2. Warum teilt Herr Rothörl, Frau Anke Schneiderhan auf gezielte Anfrage am Freitag, den 27.11.2009, zwischen 9.20 Uhr und 9.35 Uhr telefonisch mit, dass die Gemeinde und auch sonst niemand gegen die Fällaktion von Herrn Wöhr etwas unternehmen könne? (Zu diesem Zeitpunkt hätten zahlreiche Bäume am Isarhang von den Motorsägen des Herrn Wöhr noch gerettet werden können).
  3. Warum teilt der Diensthabende Beamte, Herr Klewitz auf der Polizeistation in Grünwald Frau Anke Schneiderhan und Frau Reinhart-Maier am Freitagabend zwischen 19.30 Uhr und 20.15 Uhr mit, dass das Anschreiben (gemeint ist wohl die einstweilige Verfügung) der Gemeinde Grünwald ungenügend wäre? Am Donnerstag war diese Verfügung offensichtlich noch gültig, sonst hätten die Polizeibeamten nicht den Weg in die Zeillerstraße auf sich genommen.
  4. Wie lautet Ihre Erklärung, sehr geehrter Herr Bürgermeister dafür, dass die Polizei am Donnerstag gemäß der erlassenen Verfügung noch die Fällarbeiten eingestellt hat und diese Einstellungsverfügung am Freitag offensichtlich keine Gültigkeit mehr hatte?
  5. Hat Herr Wöhr hier direkten Einfluss ausgeübt?
  6. Warum erfahren wir Bürger der Gemeinde Grünwald aus der Presse mehr als von Herrn Rothörl bei dem Telefonat am Freitagvormittag, sehen Sie oben?
  7. Warum hat es die Gemeinde Grünwald versäumt, den exakten Umfang der vom
    Landratsamt genehmigten Baum-Fällarbeiten und deren Einhaltung zu überwachen? (Vorgabe Landratsamt war, Baum-Fällarbeiten in existierendem Baufenster, d.h. ehemaliges Gebäude “Lindenwirt”).
  8. Warum müssen angesehene Bürger der Gemeinde Grünwald für das Fällen von
    Bäumen mehrere tausend Euro bezahlen und ein Bauträger Wöhr holzt einen ganzen Isar-Hochuferhang zur Optimierung seines Bauprofits ab?
  9. Wer übernimmt die Kosten der Folgen eines Abrutschens des Isarhanges bzgl. Straße, Kanalisation, Grundstücke und Gebäude?
  10. Wie kann es angehen, dass die Gemeinde Grünwald – die erklärt, den Baum-Fällaktionen des Herrn Wöhr entgegen zu treten (z.B. durch eine Veränderungssperre) – weder adäquat noch rechtzeitig reagiert, wenn das Landratsamt unverständlicherweise kurzfristig eine begrenzte Fällung erlaubt?
  11. Ist es nicht gerade die Aufgabe der Gemeinde, diesen behördlichen Entscheidungen vorzugreifen, bzw. diese rechtzeitig durch entsprechende Absprache abzustimmen? Müssen die Bürger in Grünwald nun annehmen, dass die Gemeinde Grünwald ihre Interessen nicht hinreichend vertritt und sie nicht in der Lage ist, diese gegenüber einem Landratsamt durchzusetzen?

Die Gemeine Grünwald muss sich eindeutig den Vorwurf gefallen lassen, dass sie im Vorfeld nicht rechtzeitig genug gehandelt hat, dass kein Abstimmungsbedarf offensichtlich gesehen wurde und nach Bekanntgabe keine adäquate Gegenreaktion von Seiten der Gemeinde Grünwald erfolgt ist. Nach den eingetretenen Ereignissen kann von unserer Seite aus nur ganz klar festgestellt werden, dass die Gemeinde Grünwald eine eindeutige Mitschuld am Abholzen des Isar-Hochuferhanges zuzuschreiben ist. Die verfahrenstechnischen Abläufe, die Lücken und die subtile und rücksichtslose Vorgehensweise des Bauträgers wurden offensichtlich erheblich falsch eingeschätzt. Nachdem Ihnen die Vorgehensweisen des Bauträgers Herrn Wöhr seit Jahren bekannt sind und Sie Verwaltungs- und Baurecht “aus dem ff” beherrschen, hätte es keiner großen Anstrengungen bedurft, diese Verläufe abzustimmen, vorherzusehen und entsprechende Schritte zeitnah und effektiv einzuleiten.

Ganz offensichtlich ist es hier zu erheblichen Versäumnissen von Seiten der Gemeinde gekommen. Wir Bürgerinnen und Bürger aus Grünwald sind über diesen Werdegang zutiefst enttäuscht. Sie werden für diese klaren Worte und die präzisen Fragen sicherlich Verständnis haben. Sie dürfen sich gerne vorstellen, was in den letzten Tagen alleine in den Häusern in der Zeillerstraße an Trauer, Emotion und Ohnmacht entstanden ist. Ältere Menschen, die seit ihrer Kindheit diesen Wald und diese Bäume schätzen, genau so wie Kinder die dieses WaIdgemetzel mit anhören und mit ansehen mussten und sich tränenreich von den Bäumen verabschiedet haben. Viele Bürgerinnen und Bürger aus Grünwald, von Seiten der Bürgerinitiative sind es über 1000, warten nunmehr auf Ihre Antworten und Ihre Reaktion. Noch stehen einige Bäume, die auf die perfide Art und Weise auch noch nicht vom Bauträger “angeritzt” worden sind. Der zu Unrecht abgeholzte Wald muss wieder aufgeforstet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. R. Schneiderhan

Waldfällung “Isarhochufer” durch Bauträger Wöhr
Sehr geehrter Herr Alt,

Sie hatten meiner Frau am Freitag den 27.11.2009 anlässlich eines Telefongespräches zwischen 9.20 Uhr und 9.35 Uhr nachfolgendes mitgeteilt:
Herr Wöhr darf auf dem Grundstilck ehemaliger”Lindenwirt” nach eigenem Ermessen, bezogen auf das dort befindliche Baufenster Baum-Fällarbeiten durchfahren. Sie sehen keinen Grund, selbst vor Ort eine Besichtigung und Abstimmung durchzufahren.

Mittlerweile ist nun nahezu bereits der gesamte Hang abgeholzt und keineswegs nur der
Bereich des Baufensters. Ich darf Ihnen die Information, die wir als Bürgerinitiative “Grünwald-rettet-Baeume.de” an unsere Adressen verschickt haben, zur Kenntnisnahme übersenden.

Die von Ihnen ausgegangene Informationspolitik war nach unserer Auffassung kein Zufall. Wenn man die Ereignisse der letzten Tage analysiert, kommt man eindeutig zu der Überzeugung, dass das Landratsamt dem Bauträger Wöhr “Tür und Tore” geöffnet hat, um diese ungezügelte und unkontrollierte exzessive Abholzung zu ermöglichen. Nicht nur Ihre Informationspolitik sondern auch Ihre bewusste Absage, vor Ort die Fällarbeiten zu kontrollieren bzw. das erlaubte Ausmaß zu präzisieren, führte in der Summe zu dieser katastrophalen Lage für die Natur, den Wald und das Naherholungsgebiet am Isar-Hochufen am Isarhang.

Besser hätte es für den Bauträger Wöhr definitiv nicht laufen können. Hat sich der Bauträger beim Landratsamt dafür schon bedankt?
Der Verlierer ist in diesem Falle die Natur, die vom Landratsamt München, vom Naturschutz, Forst- und Landwirtschaftsrecht geduldete und unterstützte Niederlage für die Bäume am Isarhang ist das traurige Ergebnis. Ich hoffe für Sie, dass Sie sich hinsichtlich der Tragweite und der Konsequenzen dieser vom Landratsamt ausgehenden Vorgehensweise im Klaren sind. Wir werden die rechtliche Überprüfung einleiten. Zweifelsfrei müssen sich die Verantwortlichen im Landratsamt München über die moralischen Konsequenzen selbst klar werden.

Ich fordere Sie hiermit auf, uns mitzuteilen, wer für die Kosten eines etwaigen Hangabrutschens aufkommt, wer zahlt die daraus resultierenden Folgeschäden, Straße, Abwasserleitung bzw. Grundstücksbeschädigungen und weitere ggf. auch Gebäudeschäden?

Ihrer Stellungnahme sehe ich bis zum 15.12.2009 spätestens entgegen.

Wir werden diesen Vorgang juristisch begleiten lassen und zu einer für die betroffenen Anwohner tragfähigen Zukunftslösung kommen.

Vielen Dank mit freundlicher Unterstützung

Dr. med. R. Schneiderhan

Die Presse berichtet:
Grünwald-Grünen-Gemeinderätin Ingrid-Reinhart  hat bei der Polizei Grünwald Strafanzeige gegen den Eigentümer des ehemaligen „Lindenwirts” gestellt…

Lesen Sie hier den Artikel des Münchner Merkur vom 30.11. zum Thema

Wir informieren!

Autor: admin | Kategorie(n): Korrespondenz, News

Wir informieren involvierte Stellen über die aktuellen Vorkommnisse :

(die  jeweiligen Anschreiben können sie durch anklicken einsehen)

Brief an Landrätin Johanna Rumschöttel

2. Dezember 2009 Autor: admin | Kategorie(n): News

Waldfällung “Jsarhochufer” durch Bauträger Wöhr

Sehr geehrte Frau Rumschöttel,

Herr Alt vom Landratsamt München Naturschutz, Forst- u. Landwirtschaftsrecht hatte meiner Frau am Freitag den 27.11.2009 anlässlich eines Telefongespräches zwischen 9.20 Uhr und 9.35 Uhr nachfolgendes mitgeteilt: Herr Wöhr dali auf dem Grundstück ehemaliger “Lindenwirt~ nach eigenem Ermessen, bezogen auf das dort befindliche Baufenster Baum-Fällarbeiten durchführen. Sie sehen keinen Grund, selbst vor Ort eine Besichtigung und Abstimmung durchzuführen.

Mittlerweile ist nun nahezu bereits der gesamte Hang abgeholzt. Ich darf Ihnen die Information, die wir als Bürgerinitiative “Gruenwald-rettet-Baeume.de” an unserer Adressen verschickt haben zur Kenntnisnahme übersenden.

Ich fordere Sie hiermit auf, mir mitzuteilen, wer für die Kosten eines etwaigen Hangabrutschens aufkommt, wer zahlt die daraus resultierenden Folgeschäden, Straße, Abwasserleitung bzw. Grundstücksbeschädigungen und weitere ggf. auch Gebäudeschäden?

Ihrer Stellungnahme sehe ich bis zum 15.12.2009 spätestens entgegen.

Wir werden diesen Vorgang juristisch begleiten und zu einer für die betroffenen Anwohner tragfähigen Zukunftslösung kommen.
Vielen Dank mit freundlichen Grüßen

Dr. med. R. Schneiderhan


Grünwald rettet Bäume

Liebe Münchnerinnen und Münchner, liebe Naturfreunde,

Sie befinden sich auf der Website unserer Bürgerinitiative "Grünwald rettet Bäume". Ziel dieser Aktion ist es, das unrechtmäßige Fällen von 180 sehr alten Bäumen am Isar-Hochufer durch einen Bauträger zu unterbinden. Dafür sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen! Bitte informieren Sie sich auf dieser Seite über die Sachlage sowie aktuelle Entwicklungen und beteiligen Sie sich an unserer Petition.

Ihr "Grünwald rettet Bäume"-Team

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